Heute mal bildschirmfrei (Februar 2018)

Das Alternativprogramm für ein entspanntes Familienleben

 

So beginnt die Einleitung ...

 

Aufrüttelnde Bücher wie „Digital Burnout“, „Digital Junkies“ und „Digitale Demenz“ sind der Beweis: Erziehende sind heute mit Herausforderungen konfrontiert, die sich vor zehn Jahren nicht einmal am Horizont abgezeichnet haben. Genau ein Jahrzehnt ist es her, dass Smartphones weltweit ihren Siegeszug antraten. Dazu eine Zahl: „WhatsApp“ wurde 2009 gegründet, heute verwenden weltweit 1,3 Milliarden Menschen diesen Messenger-Service. Zwischen Idee und globaler Ausbreitung lagen nur acht Jahre! Paula Bleckmann hat diese explosionsartigen Entwicklungen im Blick; sie ist als Professorin für Medienpädagogik  auch Expertin für Digital-Risiken. Sie weiß: Diese neuen Probleme müssen wir sehr ernst nehmen! 

 

Doch als Mutter von drei Kindern weiß sie auch: Wenn Bücher nur Probleme beschreiben, hilft das nicht, alltägliche Konflikte zu lösen, die rund um TV, PC und Smartphone auflodern. Diese Erkenntnis hatte auch Ingo Leipner, der sich publizistisch mit der digitalen Transformation im Bildungsbereich auseinandersetzt.

 

Seine Erfahrung aus vielen Vorträgen: Kritische Eltern wissen schon lange Zelt, WARUM es wichtig ist, auch einmal „bildschirmfrei“ zu machen. Jetzt geht es aber um die Frage: WIE wehren sich Familien heute gegen den magischen „Magnetismus“ der digitalen Welten? (...)


Die Lüge der digitalen Bildung

Warum unsere Kinder das Lernen verlernen

 Einleitung

 

Das waren schöne Zeiten: Das Faxgerät wurde zur Revolution, im Fernsehen gab es drei Programme, und Kinder spielten im Matsch. Eine Idylle - ohne Cybermobbing, NSA-Skandal oder Tabletwahn in der Schule. Und so sah sie aus, die gute alte „Kreidezeit“: Lehrer standen mit staubigen Händen vor Tafeln aus Schiefer, um wahre Bildung zu verkünden. Ihre Schüler lauschten konzentriert, sie mussten keine „WhatsApp“-Nachricht unter der Bank lesen … Stopp.

 

Wenn wir so weiter schreiben, werfen Sie das Buch gleich in die Ecke. „Nostalgie“ und „Romantizismus“ wären noch freundliche Worte, die Sie uns an den Kopf schleudern würden. Genauso könnten wir fordern, alle Strommasten niederzureißen, um die Energiewende zu fördern. Einfach absurd, eine solche Verklärung der „Kreidezeit“.

 

Uns geht es aber nicht um Verklärung, sondern um Aufklärung: „Eine Kindheit ohne Computer ist der beste Start ins digitale Zeitalter“, lautet unsere erste These. Paradox? Eher ein bewusster Kontrapunkt zum Digital-Diskurs , der im Moment recht einseitig in der Öffentlichkeit läuft. (...)

 

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Hintergrund

Die Lüge der digitalen Bildung

Wenn es nach Wirtschaft und Politik geht, sollen Kindergärten und Schulen massiv mit W-LAN, Tablets und anderen digitalen Wunderwaffen aufrüsten - gespart wird stattdessen an Lehrern und Erziehern. Doch die Bildschirme fressen zusehends die Lebenszeit der Kinder, mit gravierenden Konsequenzen.

In Interviews und Gastbeiträgen werden diese Konsequenzen diskutiert. Auf der Seite "Hintergrund" finden Sie eine Auswahl solcher Texte, denn "Die Lüge der digitalen Bildung" hat ein großes Echo in der Öffentlichkeit ausgelöst.

Zum Hintergrund: Die Lüge der digitalen Bildung


Videos zu den Büchern

Forderung: "Digitalfreie Oasen in Kindergärten und Grundschulen!"

CSU-Bildungskongress in Bamberg, 18. Juni 2016. Interview mit Ingo Leipner und Gerald Lembke, den Autoren des Buches "Die Lüge der digitalen Bildung".

Herausforderung: Der tägliche Kampf mit der digitalen Ambivalenz

Zum Start des Buches "Zum Frühstück gibt´s Apps" veröffentlichte Springer einen  pfiffigen Trailer. Er spitzt die These der Ambivalenz humorvoll zu.



Zum Frühstück gibt´s Apps

Der tägliche Kampf mit der digitalen Ambivalenz

Einleitung

 

Liebe Vegetarier,

 

… halten Sie sich bitte jetzt die Nase zu!

 

Sie tauchen langsam auf, verlassen die Welt der Träume – und ein leises Brutzeln liegt in der Luft. So hört sich Speck an, der in der Bratpfanne schmort. Bereits Im Halbschlaf läuft Ihnen das Wasser im Munde zusammen: Aufwachen wie im Paradies der Wurstwaren! Denn Ihr Smartphone erzeugt diese Illusion, es spuckt die verführerischen Töne aus. Mit ihm ist eine kleine schwarze Box verbunden, sie zaubert den Duft des brutzelnden Specks ins Schlafzimmer. Ihr alter Wecker hat ausgedient … Zum Frühstück gibt´s in Zukunft Apps!

 

Allerdings nur, wenn Sie zu den Gewinnern des Wettbewerbs zählen, den der amerikanische Wursthersteller Oscar Meyer 2014 ausgeschrieben hatte. Immerhin: die App gab es kostenlos. Stellt sich nur die Frage, ob die Duftmaschine als Gewinn ein reiner Marketing-Gag war – und nie gebaut worden ist. Mit Speck fängt man ja bekanntlich Kunden.

 

Fake oder Fact? Diese Frage lenkt den Blick genau auf unser Thema: die Digitale Ambivalenz. Zu unserem Survival-Training gehört nämlich ein hohes Maß an Skepsis, weil sich Fake und Fact in der digitalen Welt schwer unterscheiden lassen. (...)

 

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Hintergrund

Zum Frühstück gibt´s Apps

Smartphone, Smart Home, Social Media: Das Internet ist allgegenwärtig und voller Verheißungen – intelligente Kommunikation, höchste Bequemlichkeit, unendlicher Spaß. Doch gleichzeitig wächst das Gefühl: Wir werden immer mehr zu Sklaven unserer Handys, Tablets und PCs, die gierig unsere Zeit verschlingen. Beginnen wir die reale Welt aus den Augen zu verlieren?

 

Beiträge zu dieser Diskussion finden Sie auf der Seite "Hintergrund", genauso wie die Meinungen, die Kritiker zu Papier gebracht haben.

 

Zum Hintergrund: Zum Frühstück gibt´s Apps