Moderne Rattenfänger

Warum Nachdenken besser als Querdenken ist (Oktober 2021)

Corona-Leugner, Weltraum-Fantasten, Digital-Visionäre und Businessblender – falsche Propheten und ihre Anhänger sind auch dank Social Media allgegenwärtig.

 

Sie allein meinen zu wissen, was »das Volk« will, wie die Zukunft aussehen wird, versprechen technologische Höchstleistungen, beglücken Tausende von Followern mit Fake News und lassen Aktienkurse explodieren. im Namen einer vermeintlichen Wahrheit, die für viele so verführerisch anmutet, dass Tatsachen schlicht bedeutungslos werden.

 

Das Buch erläutert, warum wir modernen »Rattenfängern« aus Wirtschaft, Politik und Internet viel zu oft auf den Leim gehen. Es deckt die Tricks der Manipulatoren auf – und zeigt, wie wir uns dagegen wehren können.

 

Dabei illustrieren spannende Geschichten von Wirecard über das Phänomen der Influencer bis zu Elon Musks KI-Gehirn-Schnittstelle, wie die Welt der Täuschung bereits jetzt unseren Alltag durchdringt.

 

Ein Buch, das Augen öffnet!


Gespräch mit Prof. Dr. Adlkofer

Wie ein Gericht erst nach 13 Jahren einen falschen Propheten stoppt

"Chronik eines Rufmordes" - das ist die Überschrift eines Kapitels im Buch "Moderne Rattenfänger". Es beschäftigt sich mit einer 13-jährigen Kampagne, die sich gegen kritische Wissenschaftler richtete. Da zeigt sich ein bitterböser Umgang mit Wissenschaftlern, wenn sie Ergebnisse publizieren, die wirtschaftlichen Interessen widersprechen. Ein falscher Prophet spielt dabei eine Hauptrolle. Sein Verhalten haben wir dokumentiert, damit der Leser erfährt, wie Wissenschaftler auf keinen Fall streiten sollten.



Elon Musk

Ein praktizierender Transhumanist

Ein Beitrag für Info3: Die (Alp-)träume von Elon Musk, der im Buch "Die Rattenfänger" in einem eigenen Kapitel als Transhumanist porträtiert wird.

 

Sie verkünden die Erlösung der Menschheit, ihre Versprechen haben biblische Dimensionen. Lahmen werden wieder gehen, die Blinden wieder sehen. Und wer würde Technologie für komplett gelähmte Menschen ablehnen, wenn sie so ein Stück Selbstständigkeit zurückgewinnen? Doch genau in diese ethische Falle dürfen wir nicht tappen, wenn wir uns mit der Ideologie des Transhumanismus auseinandersetzen.

 

So realisiert Multimilliardär Elon Musk Schritt für Schritt ein transhumanistisches Programm. Sein Ziel: die Aufrüstung des Menschen zum Cyborg, der mit der allmächtigen Welt-KI kommuniziert. Total gelähmte Menschen würden plötzlich in der Lage sein, einen Rollstuhl zu steuern, obwohl sie keinen einzigen Finger bewegen können. Auf diese Weise wäre Menschen geholfen, wenn sie schwere Schäden an Wirbelsäule und Gehirn erlitten haben. Dazu will Elon Musk seit 2016 in Kalifornien ein „Brain-Computer-Interface“ (BCI) entwickeln, das unser Gehirn direkt mit einem Computer verbindet. Der Name der Firma: Neuralink. Das Unternehmen informiert und wirbt auf seiner Website: Winzige Fäden werden im Gehirn versenkt, ihr Durchmesser liegt im Mikrometer-Bereich, was einem Millionstel Meter entspricht. Diese Fäden erreichen Bereiche des Gehirns, die zum Beispiel Bewegungen steuern. Jeder Faden enthält viele Elektroden,

die mit dem Implantat verbunden sind.

 

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Wenn der Mensch mit der Technik verschmilzt

Edwin Hübner über die Gefahren des Transhumanismus

Transhumanismus ist eine mächtige Gegenwartsströmung, die den Menschen technisch und medizinisch optimieren will. Edwin Hübner, der sich seit Jahren mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt, warnt im Gespräch mit info3 vor einer zunehmenden Verschmelzung von Mensch und Maschine. Ein wichtiges Thema - auch im Buch "Moderne Rattenfänger".

 

Wenn ein Chirurg oder eine Chirurgin in einer Operation

einen Herzschrittmacher einsetzt, könnten wir

schon von Transhumanismus sprechen, oder?

 

In diesem Fall verschmilzt der Mensch mit einer Technik, die ihm erlaubt, wieder sein gesundes Leben aufzunehmen. Das ist noch kein wirklicher Transhumanismus, doch ein Herzschrittmacher ist ein erster Schritt in diese Richtung. Wenn unsere Technologie jedoch über ein menschliches Maß hinausgeht, etwa durch ein Exoskelett.

 

Was ist das?

 

Ein Exoskelett ist ein maschinelles Gerüst, in das wir gelähmte Menschen setzen, damit sie laufen können.

Ist es nicht eigentlich ein großer Segen, wenn so ein Mensch aus dem Rollstuhl befreit wird? Absolut richtig. Fragwürdig wird es, wenn wir Soldaten mit einem Exoskelett ausstatten, damit sie höher, weiter und schneller springen. Da wird der Mensch Teil einer Maschine – und wir erreichen den Bereich des Transhumanismus. Das ist ein gleitender Prozess, in dem wir seit Jahrhunderten stecken.

 

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