Wenn Menschen an Echsenwesen aus dem All glauben

"Reutlinger General-Anzeiger" im Gespräch mit Co-Autor Joachim Stall

 

"Stall und Leipner haben ihre Gesprächspartner ernst genommen und sind dabei ähnlich vorgegangen wie Ethnologen in einer fremden Kultur: Ernst nehmen und zuhören."

 

Hier der ganze Beitrag als PDF-Dokument.

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Gespräch mit Co-Autor
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HR1: Koschwitz am Morgen

Radio-Interview über Verschwörungstheorien und ihre Ursachen


"Gedankenwelt erfassen"

Blog Medienmilch über "Verschwörungstheorie - eine Frage der Perspektive"

 

"Dem Buch ist es hoch anzurechnen, dass es erstmals versucht, die Gedankenwelt eines Teils der Verschwörungstheoretiker zu erfassen." 

 

Hier geht's zum Blog Medienmilch.


Fragen zu Verschwörungstheorien

Podcast: Ingo Leipner im Gespräch mit Prof. Gerald Lembke


Interview mit Wiener "Kurier"

Warum Menschen an Verschwörungstheorien glauben

Der "Kurier" schreibt: Verschwörungsmythen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen – das zeigt eine aktuelle Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung: 46 Prozent meinen etwa, geheime Organisationen würden politische Entscheidungen beeinflussen. (...) Aber weshalb glauben so viele Menschen an solche Mythen? 

 

Um das herauszufinden, haben der deutsche Wirtschaftsjournalist Ingo Leipner und der Filmemacher Joachim Stall mit Menschen geredet, die an Verschwörungen glauben. Dabei ging es auch um die Frage, wie man systematisch Verschwörungstheorien erkennt. Zum Buch ist ein Film in Arbeit, der von Joachim Stall gedreht wird."

 

KURIER: Sie hatten für Ihr Buch Kontakt mit Verschwörungstheoretikern. Was hat Sie dabei am meisten irritiert?

 

Ingo Leipner: Wir haben intensiv mit Menschen gesprochen, die wir der verschwörungstheoretischen Szene zuordnen. Besonders schockierend war ein Musiklehrer, der freundlich und friedlich über christliche Werte, Transzendenz und Engel sprach und plötzlich einen Wutanfall bekam: Moslems raus, das christliche Europa wird durch „Islamisierung“ zerstört!

 

Da habe ich gemerkt, wie tief gewisse Ressentiments und verschwörungstheoretische Konzepte vom rechten Rand in unsere Gesellschaft eingesickert sind und an Stellen aufleuchten, wo man sie nicht vermuten würde. (...)

 

Hier das ganze Interview als PDF-Dokument.

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Interview
"Kurier" in Wien
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Gastbeitrag im "Mannheimer Morgen"

Warum nehmen Sie Verschwörungstheoretiker ernst, Herr Leipner?

Wie ernst Verschwörungstheoretiker zu nehmen sind, zeigt der aktuelle Sturz des Vize-Kanzlers von Österreich, Heinz-Christian Strache. Im Statement zu seinem Rücktritt raunt er von „ geheimdienstlich gesteuerten Aktionen“ und vermutet im Hintergrund „Gruppierungen und Netzwerke“ – ohne sie beim Namen zu nennen, wie es typisch für Verschwörungstheoretiker ist. Er stilisiert sich damit als Opfer düsterer Mächte, um vom eigenen Fehlverhalten abzulenken, das vom „Ibiza-Video“ dokumentiert wurde. Ein Täter wird zum Opfer.

 

„Als Märtyrer lassen sich leichter Sympathiepunkte bei der eigenen Anhängerschaft sammeln. Das schweißt zusammen, das solidarisiert und stabilisiert das eigene Ego sowie die von außen bedrohte Gruppe. Ein praktikabler Opfermythos!“ – so beschreiben wir diese Haltung in unserem aktuellen Buch „Verschwörungstheorien – eine Frage der Perspektive“.

 

Diese Rhetorik haben wir oft am rechten Rand der Gesellschaft entdeckt, wo in scheinbarer Normalität das Grauen ausbrechen kann – wie in den Romanen von Stephen King, etwa „Friedhof der Kuscheltiere“. Da morden Zombies in einer friedlichen Nachbarschaft. Der Meister des Horrors fiel uns ein, als wir Thomas R. kennen lernten. Auf den ersten Blick ein feinfühliger, empathischer Mensch, der Kontakte zu Engeln hat: „Sie sind für mich wundervolle Lichtwesen, göttliche Geschöpfe, erfüllt von göttlicher Liebe und Weisheit.“ (...)

 

Hier der ganze Debattenbeitrag als PDF-Dokument.

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Mannheimer Morgen
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Verschwörungstheorien im Check

12 Kriterien, an denen sich verschwörerische Ideen erkennen lassen

Erklärung: "Zufall, Musterillusion und retrospektive Urteile – das sind wichtige Grundlagen, um verschwörerische Gedanken besser zu verstehen. Das Wort »Verschwörungstheorie« haben wir zwar verwendet, aber ohne tiefer auf seine Komplexität einzugehen. Jetzt wird es Zeit, den vieldeutigen Begriff stärker einzugrenzen. Dabei ist es wichtig, zwischen den folgenden zwei Begrifflichkeiten und den dazugehörigen Fragestellungen zu unterscheiden:

  • Verschwörungstheorie: Welche Inhalte machen in der Regel eine Verschwörungstheorie aus?
  • Verschwörungstheoretiker: Welche Denkfiguren pflegen Verschwörungstheoretiker?

Es ist ein Perspektivwechsel notwendig, um die Antworten auf diese Fragen genau auseinanderzuhalten."

 

Quelle: "Verschwörungstheorien - eine Frage der Perspektive" / S. 66f.