Journalismus ohne Haltung - das erschien mir lange Zeit ein Ideal zu sein. Ein guter Journalist ist lediglich ein Chronist der Ereignisse, die sich um ihn herum abspielen. "Schreiben, was ist", lautet das alte Spiegel-Motto. Doch schon diese Motto verkennt die Subjektivität der Wahrnehmung. Jeder Journalist hat Scheuklappen, die seinen Blick lenken - sie sind nur enger oder weiter gestellt ...
Dann kam ein Schimpfwort in den Medien auf: "Haltungsjournalismus". Damit wurde eine Haltung links-grüner Gesinnung markiert, überwiegend von konservativen Medien. So wurde der Begriff der Haltung endgültig diskreditiert. Was für ein Irrtum: Gerade heute kommt es auf ein demokratische Haltung an, egal ob progressiv oder konservativ getönt.
Wir schreiben, was ist: Auf der einen Seite für Videos über kritische AfD-Positionen ("Mit Rechten streiten"), auf der anderen Seite über die wichtige Arbeit der Flüchtlingshelfer in Lorsch ("Mit Flüchtlingen arbeiten"). Damit versuchen wir eine klare Haltung aufzubauen: für Humanität und gegen völkische Positionen.
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Wir wollen nicht in erster Linie AfD-Anhänger ansprechen. Sollte das gelingen, umso besser ... Vielmehr wollen wir die 75 Prozent unter den Wählern erreichen, die sich noch nicht für die AfD entscheiden. Sie brauchen intelligente Argumente, um mit Freunden und Verwandten gut diskutieren zu können. Unser Ziel: Wir bauen eine Sammlung überzeugender Videos auf, die wir über Social Media verbreiten. Dazu brauchen wir Unterstützer, die unsere kurzen Geschichten teilen - und das Motto "Intelligent der AfD begegnen" mit Sympathie begleiten. Es ist Zeit, Farbe zu bekennen und völkischen Ideen entschieden entgegenzutreten.
Der Verein "Ökumenische Flüchtlingshilfe Lorsch" (ÖFL) hat in zehn Jahren viele Akti-vitäten entwickelt: Deutsch-Unterricht, Vermittlung von Jobs und Praktika, Freizeitgestaltung oder persönliche Kontakte. Die Textagentur EcoWords schreibt ehrenamtlich im Rahmen einer Medienpartnerschaft über Aktionen der Flüchtlingshilfe. Hier geht es zu einigen Beispielen dieses Engagements, die immer Situationen aus der lokalen Flüchtlingsarbeit aufgreifen. Die Texte erscheinen im "Bergsträßer Anzeiger" in einer losen Reihenfolge.